Kultur & Gestalten

Sie interessieren sich für Kultur, Kunst, Literatur oder kreatives Gestalten? Die Volkshochschule Calw bietet vielfältige Möglichkeiten zur kulturellen Bildung für alle Menschen. Sie bekommen ein tieferes Verständnis für Kunst und Kreativität, können Ihre Wahrnehmung schulen oder bewährte und neue künstlerische Ausdrucksformen erproben. In Kursen, Seminaren, Workshops, bei Ausstellungsbesuchen und Kunstfahrten kommen Sie in Kontakt mit regionalen und fremden Kulturen, Theorie und Praxis, Experimentellem und Konventionellem, traditionellen und zeitgenössischen Kunstformen. In praktischen Kursen können Sie zeichnen und malen, fotografieren und schreiben, musizieren und tanzen, sich mit Mode und textilem Gestalten und mit vielem mehr beschäftigen.

Kursdetails

" Dann kommt der Bus " Vortrag über die Tötungsanstalt Grafeneck

Status Anmeldung möglich Anmeldung möglich
Kursnr. YBW20250
Beginn Mo., 09.11.2026, 19:00 - 20:30 Uhr
Dauer 01-mal
Kursort Ev. Stadtkirche, Kurplatz 1, 75323 Bad Wildbad
Gebühr 0,00 €
Teilnehmer 1 - 100

Kursbeschreibung

Die Anlagen der Einrichtung des Samariterbundes für beeinträchtigte Menschen – seinerzeit als Krüppelheim bezeichnet- waren von den Nazis im Jahr 1939 „für Zwecke des Reiches“ beschlagnahmt worden.Die von Berlin beauftragten Täterinnen und Täter richteten sich im Schloß ein. Sie bauten die Einrichtung zu einer Tötungsanstalt für behinderte Menschen um. Zuvor war die Bevölkerung bereits mit aggressiver und menschenverachtender Propaganda der Nationalsozialisten gegen Menschen mit Behinderung, die als „Last für das Volk“ dargestellt wurden, aufgehetzt worden.Mit Omnibussen wurden Behinderte aus Einrichtungen in ganz Süddeutschland nach Grafeneck “verlegt“. Dort wurden sie direkt nach der Ankunft in Gruppen von 70 Menschen in einer mit Kohlenmonoxid beschickbaren Gaskammer grausam getötet. Die Leichen wurden sodann im Krematorium verbrannt.Die Angehörigen erhielten fingierte Todesmitteilungen, in denen die Ermordeten als an Krankheiten verstorben bezeichnet wurden. Zur Verschleierung wurden die Todesdaten dabei gefälscht und, um die Geheimhaltung zu sichern, darauf geachtet, dass möglichst keine Häufung von ähnlichen Todesmitteilungen an gleiche Orte verschickt wurden. Heimkosten wurden dabei gerne über das Todesdatum hinaus in Rechnung gestellt.In der Zeit von Januar bis Dezember 1940 wurden in Grafeneck 10654 Menschen ermordet. Mindestens zehn Menschen davon waren aus Wildbad und Calmbach.Keine der Täterpersonen, einschließlich des leitenden Arztes Horst Schumann, wurden später zur Rechenschaft gezogen.
Kathrin Bauer M.A. wissenschaftliche und pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte Grafeneck wird an diesem Abend den Versuch unternehmen, dieses Grauen zu vermitteln.

In Kooperation mit der Projektgruppe "Spuren der NS-Zeit in Bad Wildbad"

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