Gesellschaft & Umwelt

Der Fachbereich Gesellschaft & Umwelt bietet umfassende Informationen zu aktuellen innen-, außen- und gesellschaftspolitischen Themen an. Referenten aus Politik, Wissenschaft und Journalismus vermitteln ihre Kenntnisse in spannender und anschaulicher Weise. Neben der Politik werden die Grundlagen unserer und anderer Gesellschaften in den Bereichen Geschichte, Kulturgeschichte sowie Philosophie und Religion behandelt. Zur Veranschaulichung dienen die Veranstaltungen aus dem Bereich Länder und Kulturen, die die aktuelle Situation in verschiedenen Regionen der Welt beleuchten. Weitere Schwerpunkte innerhalb des Fachbereichs sind Fragen zur Pädagogik sowie Verbraucherfragen. Abgerundet wird das Angebot im Fachbereich durch Veranstaltungen zur Ökologie und Nachhaltigkeit.

Kursdetails

Wie einfach kann ein lebendes System sein?

Status Anmeldung möglich Anmeldung möglich
Kursnr. YON11001
Beginn Di., 10.11.2026, 19:30 - 21:00 Uhr
Dauer 1-mal
Kursort In Zoom von Ihrem Rechner aus
Gebühr 0,00 €
Teilnehmer 1 - 50

Kursbeschreibung

Die Biologie definiert die Zelle als kleinste Einheit des Lebens. Aber selbst die einfachsten Zellen auf der Erde sind unglaublich komplex, so dass es praktisch unmöglich ist, sie in ihrer Gesamtheit zu verstehen.
Auch haben wir noch immer keine Kenntnis davon, wie die erste Zelle überhaupt entstanden sein könnte.
Aus diesem Grund versuchen wir, wesentliche Prozesse des Lebens aus einfachen biologischen Bausteinen nachzubilden, um eine Vorstellung von den physikalischen und chemischen Bedingungen zu bekommen, die notwendig sind, damit aus einem chemischen System ein biologisches System wird.
Dazu verwenden wir den Ansatz der Synthetischen Biologie, der zelluläre Systeme in einzelne Funktionsmodule zerlegt, die unabhängig voneinander untersucht werden können.
Von besonderem Interesse für uns ist die Funktion der Zellteilung.
Derzeit wird versucht, ein möglichst einfaches molekulares System aufzubauen, das in der Lage ist, sogenannte Membranvesikel, die einfachsten Modelle von Zellhüllen, autonom in zwei Tochterzellen zu teilen. Zu diesem Zweck verwenden wir einige Proteinsysteme aus E. coli-Bakterien.
Petra Schwille studierte Physik und Philosophie und promovierte 1996 an der TU Braunschweig mit einer Dissertation am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen, bei Nobelpreisträger Manfred Eigen. Im Jahr 2002 nahm sie einen Ruf auf eine Professur für Biophysik am neu gegründeten BIOTEC-Zentrum der TU Dresden an. Seit 2012 ist sie Leiterin der Abteilung Zelluläre und Molekulare Biophysik am MPI für Biochemie und Honorarprofessorin für Physik an der LMU München. Sie ist u.a. Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften – acatech.

In Kooperation mit vhs.wissen live
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