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Ausstellung: Wo sind sie? Kein Mensch verschwindet spurlos.

Eine Wanderausstellung zum gewaltsamen Verschwindenlassen von Menschen in Mexiko

  • Kursnummer: H10063
  • Dozent/en: N.N.
  • Beginn: Montag, 19.02.2018 - 08:00 Uhr
  • Ort: Calw, vhs, Foyer

Gebühren

Normal: 0,00 €
Ermäßigt: 0,00 €

Termine

19. Februar 2018, von 08:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Ort: Calw, vhs, Foyer
Dozent/in: N.N.

20. Februar 2018, von 08:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Ort: Calw, vhs, Foyer
Dozent/in: N.N.

21. Februar 2018, von 08:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Ort: Calw, vhs, Foyer
Dozent/in: N.N.

22. Februar 2018, von 08:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Ort: Calw, vhs, Foyer
Dozent/in: N.N.

23. Februar 2018, von 08:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Ort: Calw, vhs, Foyer
Dozent/in: N.N.

26. Februar 2018, von 08:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Ort: Calw, vhs, Foyer
Dozent/in: N.N.

27. Februar 2018, von 08:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Ort: Calw, vhs, Foyer
Dozent/in: N.N.

28. Februar 2018, von 08:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Ort: Calw, vhs, Foyer
Dozent/in: N.N.

01. März 2018, von 08:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Ort: Calw, vhs, Foyer
Dozent/in: N.N.

02. März 2018, von 08:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Ort: Calw, vhs, Foyer
Dozent/in: N.N.

Beschreibung

In der Nacht zum 27. September 2014 wurden 43 Lehramtsstudenten der Pädagogischen Hochschule von Ayotzinapa, Bundesstaat Guerrero, während einer Busfahrt durch die Stadt Iguala von der Polizei gestoppt, beschossen und anschließend angeblich einer organisierten Verbrecherbande übergeben. Sie soll die Studenten getötet und ihre Leichen auf einer Müllhalde verbrannt haben. Diese von der Regierung vertretene "historische Wahrheit" wird von den Angehörigen und internationalen Expert/-innengruppen seit langem stark angezweifelt. Es gibt plausible Erklärungen dafür, dass kommunale Politiker/-innen, Polizei und Militär in das Verbrechen verwickelt waren. Das Schicksal der Studenten erregte weltweites Aufsehen. Zumindest in der Erinnerung der Angehörigen und Freund/-innen bleiben sie präsent. Unter dem Motto "Kein Mensch verschwindet spurlos" will diese Ausstellung dem besonders grausamen Verbrechen des gewaltsamen Verschwindenlassens Öffentlichkeit entgegensetzen. Dieses Verbrechen wird in Mexiko seit langem tausendfach begangen, obgleich Regierung und Parlament das Internationale Abkommen zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen ratifiziert haben. Warum werden Menschen Opfer des Verschwindenlassens? Was bedeutet es für die Ehefrauen, Ehemänner, Brüder, Schwestern und Freund/-innen, wenn plötzlich ein Mensch verschwunden ist? Was können Betroffene unternehmen, um ihre Liebsten zu finden? Das Verschwindenlassen ist eine Form der Gewaltausübung, die eine tiefe Verunsicherung von Menschen zum Ziel und vielfach den Tod zur Folge hat. Polizei und Militär sind häufig an den Verbrechen beteiligt oder nehmen diese billigend in Kauf. Die Aufklärungsrate liegt bei 1-2 Prozent; Täter werden kaum bestraft. Es bestehen unterschiedliche Motive für diese Gewaltausübung: Geschäftsinteressen (Drogenhandel), politische Interessen (Ausschaltung unabhängiger Gewerkschafter/-innen, kritischer Journalist/-innen, von Bürgerinitiativen und lokalem Widerstand) sowie Menschenhandel und Sexgier (verschwundene Frauen und Kinder). Und es gibt starke Indizien für diese Gewaltausübung: Die gut getarnten Massengräber, die überall in Mexiko entdeckt werden, und das Verschwinden ganzer Menschengruppen. Offiziell gelten mittlerweile mehr als 30.000 Personen in Mexiko als vermisst (Stand: Januar 2017). Es kann jeden treffen. Viele Menschen verschwinden gezielt, häufig ist es aber auch reiner Zufall. Seit Jahren wird ein Allgemeines Gesetz gegen das gewaltsame Verschwindenlassen von Personen diskutiert. Derzeit liegt es wieder auf Eis. Amnesty International beklagt die gleichgültige Haltung des mexikanischen Staates.
Die Ausstellung wurde von Mitgliedern der Länder-Koordinationsgruppe für Mexiko und Zentralamerika unter Verwendung von Amnesty-Materialien und mittels eigener Recherche erstellt. Auf mehr als zwei Dutzend großen Schautafeln werden beispielhaft Einzelfälle aus ganz Mexiko und aus über vier Jahrzehnten gezeigt - von der Zeit des so genannten "Schmutzigen Krieges" bis zur Gegenwart.

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